Hochschulwerbung im Netz

Mehr und mehr Studieninteressierte informieren sich im Web über einen zukünftigen Studienplatz. Dennoch nutzen viele Hochschulen die Möglichkeit nicht, im Netz mit einer gelungenen Website und Kommunikation über Social Media für sich zu werben. Aperto Projektmanager Martin Reiher beschreibt in einem Artikel für die MOVE, wie Hochschulen mit einem technisch und konzeptionell starken Webauftritt Studienbewerber für sich gewinnen können:

Wie Hilfs- und Spendenorganisationen in der spendenstärksten Zeit des Jahres um Zuwendungen werben. Teil 2: Der Adventskalender

Der Advents- oder Weihnachtskalender ist ein fester Bestandteil der Vorweihnachtszeit. Tag für Tag werden die verbleibenden Tage bis zum Heiligen Abend abgezählt. Was sich hinter den Türchen befindet, soll die Wartezeit, v.a. für Kinder, verkürzen. Diverse Hilfs- und Spendenorganisationen greifen dieses Konzept auf ihren Websites auf. In den meisten Fällen wollen sie damit den Besuchern ihrer Site etwas schenken, z.B. Erfolgsgeschichten, kleine Gewinne oder einfach einen Einblick in ihrer Arbeit. Ein möglicher, gewünschter Nebeneffekt: Potentielle Spender könnten sich wiederum angesichts dieser kleinen Gabe dazu veranlasst fühlen, im Gegenzug etwas zurück zu geben, also zu spenden oder sich zu engagieren. Im persuasiven Design nennt man dieses Prinzip „Reziprozität“.

Nachdem es  vor kurzen eine Übersicht über Spenden-Shops gab, geht es in diesem Beitrag darum, wie Spenden- und Hilfsorganisationen in der Weihnachtszeit  Adventskalender zur Ansprache von (potentiellen) Spendern verwenden.

Hier ein kurzer Überblick:

1) Hinter diesen Türen befinden sich Verlosungen & Gewinnspiele

a) Younicef, die Kinder- und Jugendwebsite der UNICEF erzählt in 24 Geschichten aus aller Welt von ihrer Arbeit und verknüpft diese mit einem Multiple Choice Quiz und Gewinnspiel. Verlost werden UNICEF-Werbeartikel. Aus gestalterischer Sicht ist dieser Kalender sicher einer der attraktivsten.

Younicef

b) Wie Younicef setzt auch CARE auf Storytelling. Geschichten von Projektleitern und Menschen, die durch die Arbeit von CARE in 2011 unterstützt wurden, erzählt dieser Kalender.  Mit passendem Spendenlink wird es den Nutzern leicht gemacht, für entsprechende Projekte zu spenden. Nebenbei werden täglich CARE-Produkte verlost, wie z.B. Postkarten und Brotdosen.

CARE_Kalender

c) Der Nabu verlost in seinem Kalender fast täglich hauseigene Produkte wie Jahreskalender, Bücher oder Tee. Hinter einigen, wenigen Türchen verbergen sich Tipps, wie man das Weihnachtsfest und die Winterzeit ohne Verzicht ökologischer begehen kann, zum Beispiel welchen Weihnachtsbaum man mit gutem Gewissen kaufen kann. Davon sollte es mehr geben!

Nabu

d) Die deutsche Krebsgesellschaft hat sich für ihren Adventskalender Sponsoren gesucht, durch deren Unterstützung sie Sachpreise, z.B. Bücher, zur Verfügung stellen kann. Der Kalender bietet, anders als die zuvor genannten Beispiele, keine richtige Kalender-Erfahrung, da er nur aus verlinkten Textseiten besteht.

e) Anders als bei den vorherigen Anbietern, müssen Besucher der DRK-Website verschiedene Fragen während der gesamten Laufzeit des Kalenders beantworten, daraus ein Lösungswort bilden, um dann am Gewinnspiel teilnehmen zu können. Gute Idee, denn so haben Nutzer einen zusätzlichen Anreiz, alle vorherigen oder zukünftigen Türchen anzuschauen und sich mit den Anliegen des DRK zu beschäftigen. Nicht so gut gelöst: Auch in der Zukunft liegende Türchen können vom Nutzer geöffnet werden!

DRK_Adventskalender

2. Diese Adventskalender geben einen Einblick in die Arbeit der Organisation

a) Hinter den 24 Luken der Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) sind Fotos von Mitarbeitern, Seenotkreuzern und dem Kombüsen-Essen versteckt, die vom Arbeitsalltag der Seenotretter erzählen sowie auf passende Inhalte (z.B. Kochrezepte aus der Kombüse) verweisen. Der Kalender wirkt authentisch und sympathisch.

Seenotretter

b) Unter dem Motto „Eine Minute für …“ fordert der WWF von den Nutzern, sich jeden Tag für eben diese Minute mit den Anliegen des WWF zu beschäftigen. Der Besucher wird also, anders als bei den anderen Organisationen, aufgefordert, etwas zu geben.  Das Öffnen der Türchen erfordert eine vorherige Anmeldung (Name und E-Mail Adresse oder Facebook-Login). Der Zugang zum Kalender wird dadurch erschwert, jedoch andererseits eine persönliche Ansprache im Kalender möglich. Gut für die Nutzerbindung: Über eine tägliche E-Mail Benachrichtigung kann man sich täglich an den Adventskalender erinnern lassen. Darüber hinaus wird das Teilen der Kalendertürchen in den sozialen Netzwerken prominent beworben. Auch über die Website hinaus ist der Kalender im Einsatz: Momentan wird er als Landing Page für die Facebook-Profilseite verwendet.

WWF_Kalender

Eine Mischung aus 1) und 2) ist der Kalender von Plan Deutschland, ein Verein der sich weltweit für Kinder einsetzt. Hier wechseln sich Hinweise auf Spendenprodukte, Geschichten und Gewinnspiele ab. Wie alle anderen Adventskalender wird auch hier auf begleitende Musik oder Töne verzichtet. Dabei könnte weihnachtliche Musik die heimelige Stimmung der Nutzer noch intensivieren und damit ggf. den bereits vorhandenen Spendenwillen verstärken. Schade.

Plan_Deutschland

3. Der Adventskalender als Fortsetzungsgeschichte

Die Kollegen von Aperto Move haben eine Adventskalendergeschichte als App für iPhone und iPad für unseren Kunden SOS-Kinderdorf umgesetzt. Mit der kostenlosen Fortsetzungsgeschichte zum Lesen und Vorlesen lassen können sich Familien die Wartezeit auf den Weihnachtsmann verkürzen. Der Vorteil eines Kalenders mit Fortsetzungscharakter liegt auf der Hand: Die Leser werden stärker an den Kalender gebunden, was eine intensivere Nutzung zur Folge hat. Einsteigen kann man übrigens immer noch, vorherige Türchen werden mit geladen.

SOS

Webdesign-Adventslink #22: Baroque.me

baroque

Baroque.me visualisiert die erste Bachs Cello Suite mit HTML5, Canvas und JavaScript.

Wer lieber selbst spielen möchte muss einfach die Puntke mit der Maus hin- und herziehen.

Mirjam Guderley & Rebecca Heinen

Webdesign-Adventslink #20: Live coding mit Dabblet

Dabblet

Dabblet ist ein neuer webbasierten Editor, der vor allem CSS-Entwickler und Designer ansprechen soll. Das Ganze eignet sich besonders gut für Demonstrationen/live-coding und Testzwecke. Praktisch ist ausserdem, dass Ergebnisse automatisch in Github gespeichert werden.

http://lea.verou.me/2011/12/introducing-dabblet-an-interactive-css-playground/

Webdesign-Adventslink #11: Spaß mit Rollovers

3D CSS-Tester

Seit moderne Browser die CSS3-Spezifikation unterstützen, sind mehr und mehr Animationen/Transformationen auch ohne Javascript möglich. Heute im Adventslink: Chris Heilmann beschreibt im Mozilla-Screencast wie sich dreidimensionale Rollovers mit CSS-3D-Transforms umsetzen lassen (funktioniert heute in Firefox aurora und den aktuellen Chrome/Safari):

http://hacks.mozilla.org/2011/12/screencast-3d-css-rollovers-and-3d-css-tester

Jeroen Smit / Felix Berger