Archiv für die Kategorie „Netzkultur“

Hochschulwerbung im Netz

Dienstag, 3. Januar 2012

Mehr und mehr Studieninteressierte informieren sich im Web über einen zukünftigen Studienplatz. Dennoch nutzen viele Hochschulen die Möglichkeit nicht, im Netz mit einer gelungenen Website und Kommunikation über Social Media für sich zu werben. Aperto Projektmanager Martin Reiher beschreibt in einem Artikel für die MOVE, wie Hochschulen mit einem technisch und konzeptionell starken Webauftritt Studienbewerber für sich gewinnen können:

Augmented Reality für das Festival of Lights

Freitag, 8. Oktober 2010

Augmented Reality (AR), die Anreicherung eines Live-Kamerabildes mit digitalen Zusatzinformationen,  ist aktuell  ein großes Hype-Thema – da lauert oft die Gefahr, vor lauter “Es geht!”-Begeisterung und “Brauchen wir auch!”-Druck mal den Nutzwert  (auch bekannt als “Wozu überhaupt?”-Faktor) aus dem Blick zu verlieren.

Dabei können AR-Anwendungen extrem nützlich sein, etwa um sich mit Hilfe seines Smartphones bei  großflächigen Events oder Installationen mit verstreuten Orten im Raum zu orientieren.  Für uns war das Festival of Lights, das am 13. Oktober in Berlin startet und von Aperto on- und offline betreut wird,  natürlich der ideale Einsatzfall: Eine Anwendung, die Besuchern zeigt,  in welcher Himmelsrichtung und Entfernung sie welche Lichtinstallationen in der Stadt finden können.

Die App wurde von der Technologie- und Designberatung blinktank entwickelt und ist im Apple App Store zu finden:

Festival of Lights AR App für iPhone 3GS und iPhone 4

Social Media: Ja. Social Media Strategie: Nein.

Dienstag, 24. August 2010

Deutsche Kommunikations- und PR-Verantwortlichen nutzen zwar schon  zu 54% Social Media in der Unternehmenskommunikation, bewerten aber die eigenen Kenntnisse und Aktivitäten als unzureichend und nutzen die Instrumente des Social Web meist ohne übergeordnete Strategie oder Leitfaden.  Und: Je länger eine Organisation bereits auf diesem Gebiet aktiv ist, desto mehr wird Social Media als nützliches Werkzeug und nicht als überbewertetes Modephänomen gesehen.

Diese und andere Dinge haben Fink und Fuchs PR gemeinsam mit dem Onlinestudien-Guru Ansgar Zerfaß von der Uni Leipzig herausgefunden, nachdem sie etwa 1000 Kommunikationsmanager und PR-Verantwortliche in Unternehmen, Behörden und Non-Profit-Organisationen in Deutschland (keine Agenturen und Berater) zu ihrer Social Media-Nutzung befragt haben. Themen waren u.a. die  interne Organisation, die bestehenden Kompetenzen und die eingesetzten Tools/Plattformen.

Die Ergebnis-Folien der Studie gibt es hier bei Slideshare:
Social Media Governance 2010

Mehr Informationen:

FAZ Netzökonom: Unternehmen fehlen die Strukturen für Social Media
Fink und Fuchs: Wie Unternehmen, Staat und NGOs die Herausforderungen transparenter Kommunikation im Internet steuern

Mauer Mob // 9th of November 2009, from 8:00pm to 8:30pm

Mittwoch, 4. November 2009

mauermob

Martin Butler inszeniert den Mauer Mob. Ein Projekt, bei dem 33.000 Menschen gesucht werden, die am 9. November ab 8:00 Uhr die Berliner Mauer nachbauen.

google

Die Rekrutierung erfolgt online auf der Projektwebsite. Aus 330 Gruppen wählt man sich eine aus, die jeweils für einen bestimmten Straßenabschnitt steht. So füllt sich nach und nach die Mauer mit Menschen. Es haben sich schon über 5000 angemeldet, was allerdings noch lange nicht reicht :)

Auf Google Maps kann man sich sehr schön anschauen, wo die Mauer verlaufen ist und welcher Straßenabschnitt mit welcher Gruppe ausgefüllt wird.

Westerwelle wird Kanzler – und ich bin schuld!

Dienstag, 22. September 2009

wetserwelle

Die IG Metall steckt hinter diesem personalisierbaren Newsvideo, dessen Konzept 1:1 von moveon.orgs fiktivem “CNNBC”-Sender abgekupfert ist. Ein weiterer Versuch, die Erfolgsrezepte aus dem Obama-Internet-Wahlkampf in die deutsche Politik zu übertragen. Dass das nicht so recht zieht, liegt nicht unbedingt an der weniger liebevollen Ausführung  der deutschen Me-Too-Version, sondern daran, dass die Idee von moveon.org perfekt zur politischen Situation und der demokratischen Kultur der USA passte. Bei uns stimmt das alles vorn hinten und vorne nicht: Weder habe wir einen Zwei-Lager-Wahlkampf mit klaren Gegensätzen, noch steht der Wahlausgang in den Umfragen wegen irgendwelcher Nichtwähler auf der Kippe.  Westerwelle als Abgrenzungsfigur ist natürlich schon großflächig konsensfähig, aber das Risiko “Guido wird Kanzler” gibt es nun mal einfach nicht, und “Guido als Außenminister” schockt nicht genug. Vielleicht wäre eine eigene Idee besser gewesen.
(Trost: In anderen Staaten fiel den Wahlkämpfern vor lauter Obama-Kanichenstarre oft auch nichts eigenes ein).